

Stefan Malzew
Hier fing alles an
Der Bahnhof Friedrichstraße ist lebendiger Schmelztiegel und Symbol geschichtsträchtiger Veränderungen.
Der Schiffbauerdamm in Berlin war das Zuhause meiner ersten zweiundzwanzig Lebensjahre.
Über diese Brücke in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Mauer durch Berlin führte mein täglicher Weg zur Musik, wenn ich während des Studiums an der
Hochschule für Musik "Hanns Eisler" zum Unterricht ging oder, ein paar hundert Meter weiter am Berliner Ensemble und dem damaligen Gebäude des Friedrichstadt-Palastes vorbei, über die Weidendammer Brücke zur Berliner Staatsoper, der Komischen Oper sowie dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt lief.
All den Orten, an denen meinem Weg als Musiker die entscheidenden Prägungen widerfahren sind.

Autor
"Musik wächst nicht an Bäumen ..."
... und wie kommt die Milch ins Tetrapack?
Neben dem Musizieren wird ein Feld einen größeren Platz einnehmen, das für mich in der einen oder anderen Art schon immer eine Rolle gespielt hat, welches nun aber mehr Gewicht bekommt. Schreiben. Produzieren.
Ein Roman ist schon durch das erste Lektorat, in dem es darum geht, wie es wohl in einem halben Jahrhundert mit den Menschen und der Musik aussehen wird, wenn bestimmte Entwicklungen so weitergehen, wie sie zur Zeit absehbar sind. Es ist eine Dystopie (mit zartem Hoffnungsschimmer am Ende). Und einem sehr alten Kontrabass, der dabei eine ganz entscheidende Rolle hat.
Eine Podcast-Serie mit und über Musik. Zeitweilig tat ich das schon, in verschiedenen Video-Formaten, oder sporadisch für verschiedene Rundfunksender.
Nun gibt es einen neuen Anlauf für einen Audio-Podcast, beauftragt con Schwäbisch-Media. Das ist das Unternehmen, für das ich bis Ende 2025 drei-einhalb Jahre lang eine neue Event-Sparte aufgebaut habe, die nun auf festen Füßen steht, so dass ich den Fokus wieder lösen kann vom (beinahe) rein Administrativen. Ehrlich gesagt ist es schön, wieder frei zu sein im Kopf und im Leben für das Kreative.
Das größere Gewicht, das diese Themen gegenüber früheren Zeiten bekommen, besteht darin, dass es (beim Podcast) eine viel höhere Reichweite und Regelmäßigkeit geben wird und (beim Roman) alles auf eine tatsächliche Veröffentlichung hinstrebt im Jahr 2027, in dem sich Beethovens Todestag zum 200. Mal jährt. Und wie könnte es anders sein:: natürlich hinterlässt dieser Meister seine Spuren auch hier ...
(Der Button führt sehr bald nicht mehr ins Leere ...)
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Dirigent
Macht und Verantwortung
über Zeit und Raum
Es ist nicht weniger als Magie.
Eine Gemeinschaft aus hunderten Menschen, manche mit, viele ohne Instrument, erwartet das - durch uns geführte - zeitliche und räumliche sich Ausbreiten von planvollen Klängen.
Wir übernehmen am Pult die Verantwortung dafür, dass unser Weg, mit Musik umzugehen, zu einem unauslöschlichen Erlebnis wird.
Das geht nur, indem wir ein Bekenntnis ablegen über unser eigenes Verhältnis zur Musik.
In jedem Moment.


Instrumentalist
Am Anfang war das Klavier, ...
... auch, wenn das erste 'Instrument', das ich kennenlernte, ein ganzes Orchester war, wenn mich mein Vater bereits im Kindergartenalter mit zu den Proben der Berliner Staatskapelle nahm.
Es entstand sehr schnell ein Gefühl, das mein Arbeiten seither mein ganzes Leben lang begleitet:
In gewisser Weise ist es gleich, ob es mit einem Instrument in der Hand, am Dirigentenpult, beim Komponieren oder bei der lesenden oder zuhörenden Beschäftigung mit Musik der verschiedensten Stile stattfindet - Ich bin Musiker.

